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"Weniger machen, mehr schaffen." - buSINNess® Talk mit Marina Schakarian

Shownotes

In dieser Folge spreche ich mit Marina Schakarian. Marina ist Mutter einer kleinen Tochter und lebt in der Nähe von Hamburg. Sie ist Expertin für Führung, Teamarbeit und wirksame Strukturen in komplexen Arbeitswelten. Die Medienmanagerin begleitet Teams und Organisationen in Transformations- und Entwicklungsprozessen und arbeitet dabei unter anderem mit ARD, ZDF und Sky. Ihr Fokus liegt darauf, Überlastung zu reduzieren und Wirksamkeit von Teams zu stärken. Als Speakerin und Dozentin vermittelt sie Führungskräften praxistaugliche Ansätze für Zusammenarbeit und Veränderung.

Wir sprechen in diesem inspirierenden und herzlichen buSINNess® Talk über

  • ihr neues Buch „Weniger machen, mehr schaffen!“ - ein Titel, der absolut verlockend klingt und zeigt, dass es immer wieder Inventur in unserem Leben braucht um in der Kraft zu bleiben.
  • Kontrolle - warum diese immer eine Illusion ist und es so wichtig ist Entscheidungen zu treffen, gerne auch schnell,
  • und darüber, warum wir unserem Leben mehrere „Tode sterben“ dürfen, alte Identitäten loslassen, um diese Trauern dürfen, um kraftvoll das nächste Level deines Lebens spielen zu dürfen.

Wie geht es dir mit dem Thema Loslassen? Schreib es gerne in die Kommentare auf LinkedIn.

Und hier gehts zu Marinas…

…Website https://schakarian.com/ … Buch „Weniger machen, mehr schaffen!“ https://amzn.eu/d/0iyqyBly

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Transkript anzeigen

00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zu Businessmarm, der Podcast für Vereinbarkeit.

00:00:07: In der heutigen Folge spreche ich mit Marina Chakrarian.

00:00:10: Marina ist Mutter von einer kleinen Tochter und lebt in der Nähe Hamburg.

00:00:15: Sie ist Expertin für Führung, Teamarbeit und wirksame Strukturen in komplexen Arbeitswelten.

00:00:21: Sie begleitet Teams und Organisationen in Transformations- und Entwicklungsprozessen.

00:00:26: Ihr Fokus liegt darauf, Überlastung zu reduzieren und Wirksamkeit von Teams zu stärken.

00:00:31: Und darum geht es auch in ihrem

00:00:33: neuen Buch.

00:00:34: weniger machen mehr schaffen ein total genialer Titel wie ich finde der schon alleine verlockte das buch zu lesen.

00:00:42: wir haben natürlich über ihr buch gesprochen Wie das Thema zu ihr gekommen ist?

00:00:46: Wir haben aber auch darüber gesprochen dass Kontrolle oft eine Illusion ist warum so wichtig ist Entscheidungen zu treffen und die manchmal schnell zu treffen Und vor allem, warum das bewusste Loslassen von Lebensvermessen so wichtig ist um ein glückliches Leben zu führen.

00:01:03: Ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei und wertvolle Erkenntnisse!

00:01:25: Wie ist das Thema zu dir gekommen?

00:01:28: Ja, es ist verlockend.

00:01:29: Es ist aber nicht einfach muss man dazu sagen.

00:01:33: Das sonst würde heißen Einfach weniger machen.

00:01:36: Aber es ist recht schwer.

00:01:38: trotzdem es ist lohnenswert.

00:01:39: wie ist das thema zu mir gekommen?

00:01:42: zum ein war ich sehr viel an neuen Projekten und Entwicklungsprojekte beteiligt, Innovation.

00:01:48: da hat man was entwickelt.

00:01:50: Und ich war immer dabei mit und habe Teams da begleitet und am Ende des Tages hab ich meistens in leere Gesichter geschaut weil die Ideen waren da aber die Ressourcen waren nicht da.

00:02:02: also Ich arbeite mit sehr vielen unterschiedlichen Teams und eigentlich hat niemand davon Ressourcen und ganz egal ob Eltern, ob Mutter oder Vater.

00:02:11: Ob ohne Kinder.

00:02:14: Niemand hat eigentlich Zeit.

00:02:16: Und niemand hat Kraft und niemand hat Ressursen irgendwas Neues zu machen.

00:02:20: Dann habe ich gemerkt dass das total unsinnig ist dauernd neue Projekte zu entwickeln wenn man erst mal bei sich aufräumen müsste.

00:02:30: Und dann bin ich in das Thema eingestiegen von Marie Kondo über über Trauerbegleitung, weil natürlich weniger machen hängt auch mit Enden zusammen und das Dinge beendet werden müssen.

00:02:45: Und wieso fällt es uns dann eigentlich so schwer?

00:02:47: Wenn wir eigentlich wissen ... Wir haben überhaupt keine Zeit, dann macht doch einfach weniger heißt das doch oder dann gibt doch einfach was ab!

00:02:54: Das ist doch gar kein Problem.

00:02:57: Dann mach's doch einfach nicht, das wird uns Müttern ja auch gerne gesagt.

00:03:00: Ja

00:03:01: also selbst muss ich sagen in der Partnerschaft wenn ich dann über irgendwas nachdenke und sag oh das muss man machen, ja da machst du einfach nicht!

00:03:08: Aber wieso fällt es uns denn so schwer?

00:03:11: Nicht zu machen.

00:03:13: Also dachte ich mir jetzt auch gerade wo du so gesagt hast, auch Marie Kondo.

00:03:17: Ich hätte sofort bevor du es gesagt hast irgendwie aus so ein total zugemülltes Haus im Kopf bis unsere Identität und unsere Persönlichkeit was auch immer ausmacht und ich kenne das bei uns hier auch mit den Kindern.

00:03:29: Das wird immer voller und es fällt aber auch total schwer dann wieder auszumisten oder loszulassen.

00:03:36: Oder man muss ja diese Bewusstheit auch schaffen, diesen Zeitpunkt so jetzt ist der Punkt loszulesen.

00:03:41: Aber ich habe mich gefragt, ist das denn was uns Menschen zu eigen ist Dinge zusammen und festzuhalten?

00:03:48: Ja wir mögen gerne den Status quo.

00:03:51: Wir wiegen uns in der Illusion der Kontrolle wenn wir das Gefühl haben wir haben die Kontrolle Wenn wir nichts verändern.

00:03:59: Klar, es kommt dann natürlicherweise immer mal wieder da eine Socke dazu und das dazu.

00:04:04: Aber wir mögen gerne so wie's ist und weil wir eben Angst haben von der Ungewissheit.

00:04:11: Wir wissen nicht, wie's morgen ist wenn wir Dinge aussortiert haben.

00:04:18: Ich kenne diesen Zustand auch.

00:04:20: Es ist total unordentlich.

00:04:21: und dann fängt man an, ich kenne das sogar bei meiner kleinen Tochter.

00:04:24: Wir schauen zusammen, welche Spielsachen, selbst so Baby-Sachen wollen wir denn weglegen?

00:04:31: Schmeißen Sie ... Ich sage Ihnen nicht mal, dass wir den wegschmeißn!

00:04:34: Oh nee, oh nee, dieses aber nicht.

00:04:38: Wenn man anfängt zu betrachten, gehen wir in eine Ungewissheit und halten lieber gerne fest.

00:04:45: Wir halten

00:04:46: fest, genau.

00:04:46: Und wir haben eine eingebaute Verlustaversion.

00:04:49: Verlusaversion heißt das uns Verluste mehr Schmerzen als Gewinne.

00:04:56: Ich versuch's jetzt mal zu übertragen auf die Kinderstufe.

00:05:00: aber wenn wir sagen ich schenk meiner Tochter eine neue Puppe dann freut es sie.

00:05:05: Aber wenn ich ihr ihre alte wegnehme dann schmerzt es sie mehr.

00:05:08: Das ist die Mechanik von Verlusterversionen.

00:05:11: Je nach Situation und je nach persönlicher Einstellung haben wir mehr oder weniger Probleme damit.

00:05:18: Und auf das Arbeitsleben übertragen ist es so, dass manche Personen in manchen Situationen eher offener mit Veränderungen umgehen und andere eben nicht.

00:05:32: tiefer in uns begraben und manchmal auch ... Manchmal triggern natürlich neue Verluste, wenn sich Dinge verändern.

00:05:39: Auch alte, wenn wir sie nicht überwunden haben.

00:05:42: D.h.,

00:05:42: hier sind wir ganz schnell in einer, im Anführungszeichen Trauerforschung wie wir mit Verlusten umgehen.

00:05:49: Und wir sprechen darüber gar nicht!

00:05:52: Ich finde das so ein spannendes Thema.

00:05:54: Also alles was nicht mit Todeserfahrungen zu tun hat wird ja ausgeklammert.

00:05:59: Diese Verluster werden klein geredet.

00:06:01: dabei haben wir einfach, also wir alle vermissen etwas.

00:06:05: Wir alle haben Verluste im Arbeitsleben erlebt und das muss nicht die große Kündigung sein oder der großen Rausschmiss sondern es können auch Arbeitsplatzumzüge sein.

00:06:14: Das Gefühl haben wir uns selbst an den Stuhl oder die Aussicht gewöhnt.

00:06:18: Die Kollegen, die uns verlassen.

00:06:20: Wir trauern auch um sie aber dadurch dass äußern können, dadurch dass es nicht diesen Raum gibt oder dieses Sprache im Arbeitsleben.

00:06:29: Und da drücken wir's eher und dann wird sich noch was draufgelegt und drauf gelegt und das führt natürlich auch dazu, dass wir uns irgendwann mal in so einem diffusen Gefühl der Überforderung über Lastung wiederfinden.

00:06:42: und wenn man das schafft auch im Arbeits Leben die Möglichkeit zu haben darüber zu sprechen und zu sagen ja Mit der neuen Veränderung werden wir was vermissen.

00:06:52: Was wird das denn sein?

00:06:53: Was verlieren wir dann?

00:06:55: Dann ist es einfacher, weil man in Verbindung merkt, wir alle haben irgendwelche Punkte an denen wir irgendwas vermissen und zum anderen ist es manchmal auch gut, das einfach auszusprechen.

00:07:07: Wir sind aber trotzdem arbeitsfähig.

00:07:08: Also trotzdem können wir ja weiterarbeiten.

00:07:10: Ja, bestimmt!

00:07:11: Das stimmt.

00:07:12: Aber diesen Trauab-Prozess wirklich zu durchlaufen und es ist so die Frage ein Dich, weil ich glaube dass wir in unserem Kulturkreis extrem schlecht sind mit diesen Abschäden.

00:07:24: also ich habe ganz viele Situationen im Kopf aber ich war ja auch früher im H&R und auch gerade dieses Thema wenn Mitarbeiter gehen Also das wird die Woche vorher oftmals schon irgendwie schräg gestaltet und dann hätte man vielleicht noch ein Sekt ausgegeben am letzten Tag.

00:07:40: Und dann war er oder sie weg, aber also dass man dem Video extra Raum gibt ist finde ich ganz schwierig und es braucht halt diese Bewusstheit dafür.

00:07:48: Ich habe damals eben auch in diesem Bereich versucht einen Stück weit über Prozesse quasi indem du Gespräche führen solltest

00:07:55: usw.,

00:07:56: da vielleicht auch ein kleines Ritual machstest so... Jetzt zu etablieren, aber ich hab das Gefühl gesagt in unserem Kulturkreis irgendwie wir tun uns da ganz schwer mit diesem Thema Abschied oder auch Emotionen zeigen.

00:08:08: Ja also Emotions sind auf der Arbeit unprofessionell gelten als unprofessional Das macht man nicht.

00:08:15: Es wird natürlich jetzt besser.

00:08:17: Aber Ich sehe so viele Offboarding Prozesse, die rein administrativ sind.

00:08:22: Die sind ja nichts an... Also man kann schon Haken machen wenn man irgendwie die E-Mail Adressen gelöscht hat zum richtigen Teil.

00:08:30: Dann ist er alles geschafft!

00:08:32: Der Offboardingprozess ist gut vonstatten gegangen.

00:08:36: was wir aber unterschätzen das nicht nur Wie das auf die Person wirkt, die geht.

00:08:41: Sondern ja auch auf die, die bleiben.

00:08:43: Also ich sage immer wie das Unternehmen das Ende gestaltet... Das ist eigentlich der ultimative Test und das Abbild, wie es gerade um die Unternehmenskultur steht.

00:08:52: Weil die die bleiben, die kriegen das ja mit!

00:08:54: Ja, das stimmt.

00:08:54: Die

00:08:55: sind ja nicht blind und allein deswegen ist das total wichtig.

00:08:59: und dieses Wenigermachen mehr schaffen, ist nichts Individuelles.

00:09:03: Das ist für mich total wichtig.

00:09:05: Das Buch ist natürlich dafür geschrieben, das eigene diffuse Überlastungsgefühl in konkrete Ansatzpunkte zu

00:09:12: verwandeln."

00:09:13: dass wir praktisch wie so eine kleine Inventur machen und schauen anhand von gewissen Kriterien, ob es jetzt Aufwand ist.

00:09:21: Ob das strategische Relevanz ist was man macht.

00:09:23: Ob die Anforderungen sind damit sich mal damit beschäftigt.

00:09:27: aber auch der Punkt Energie.

00:09:30: wo fließt Energie?

00:09:31: Was bringt mich um?

00:09:33: Wo habe ich das Gefühl das sind eigentlich Aufgaben Die sind gar nicht für mich gemacht und da leitet das Buch durch.

00:09:41: Im größeren Rahmen ist weniger machen, mehr schaffen total wichtig für die Produktivität und den Erfolg des Unternehmens.

00:09:49: Weil wenn wir Mitarbeiter haben, die ganz genau wissen was sie machen, wofür sie es machen reinbegeben, dann kann es richtig gut werden.

00:10:01: Was aber jetzt gerade ist, sehr viele Menschen sind den ganzen Tag mit viel Mittelmaß beschäftigt.

00:10:08: Wir sind ja so voll gestopft dass wir versuchen unsere ganze Arbeitslast abzuarbeiten Aber nicht wirklich mit sehr hohen Ansprüchen an sich schon, aber vielleicht nicht an das Produkt.

00:10:20: und deswegen ist das total wichtig sowohl für den Einzelnen auch eigentlich fürs Unternehmen zu schauen, auch strategisch Strukturell, wo können wir weniger machen?

00:10:30: Wie können wir uns da besser ausrichten?

00:10:32: und darüber machen wir uns halt sehr wenig Gedanken.

00:10:34: Weil das heißt immer neu, neu, neuer mehr, mehr ... Aber es geht halt nicht mehr!

00:10:39: Das geht nicht mehr.

00:10:41: Und da auch die... Es braucht ja erst mal die Bewusstheit.

00:10:44: okay jetzt bin ich an dem Punkt, wo's zu viel ist also wo die Tonne überquischt.

00:10:49: Ich hab schon wieder so ein Bild im Kopf.

00:10:51: Und dann aber auch dein Buch zu angenehmen.

00:10:53: Also das Buch, ich werd's in den Show Notes verlinken findet ihr da.

00:10:56: Zielgruppe ist ja würde ich sagen alle, alle oder?

00:11:00: Alle.

00:11:00: Also es ist sowohl für Angestellte, Führungskräfte sind ein paar extra Übungen auch für Führungskräfte drin weil die natürlich viel mehr noch gestalten können aber auch für Selbstständige für Freiarbeitende.

00:11:11: es ist universell extra so geschrieben, dass man sich was rausziehen kann und auch konkrete Methoden und Anwendungen rausziehen können.

00:11:20: Ich würde gerne noch mal auf dein Bild eingehen der Mülltonne ich verkehle es gern mit dem mit dem Umzugskarton.

00:11:25: also wer gerade machen im Arbeitsleben ist wir stoppen diesen umzugskarten da kommen natürlich immer wieder etwas dazu weil man hat neue Projekte neue Aufgaben und dann stoppen.

00:11:35: wie immer stoppen wir immer.

00:11:36: und was wir dann machen isst Wir versuchen daran zu arbeiten, wie heben wir ihn besser hoch.

00:11:43: Wie können wir ihn länger halten?

00:11:44: Wie können weitere Strecken zurücklegen und nicht reinzuschauen so sagen es ist eigentlich zu viel.

00:11:50: Wir können uns nicht mehr und dieses ganze Thema optimieren unser... Mein Set ist es natürlich einfacher zu sagen, die einzelne Person, die dann zusammenklappt und nicht mehr kann.

00:12:01: Das liegt daran weil sie eben nicht dafür gemacht ist oder weil sie Mutter ist und sonst noch andere das wird er gerne auch Müttern zugeschrieben zu sagen ja gut bei der ist halt einfach viel los wenn die nicht hinterher kommt und sagt dass es zuviel liegt.

00:12:15: vielleicht daran hätte man nicht Kinder bekommen können.

00:12:19: so ist aber eben nicht, es liegt nicht daran.

00:12:22: Es ist nur ein Symptom.

00:12:24: Es tritt dann auf bei einzelnen Menschen oder auch in Teams dass man eigentlich merkt das ist eigentlich zu viel.

00:12:30: Also mit jedem mit dem ich spreche!

00:12:33: Ich sage auch nicht der optimale Zustand ist, man macht den ganzen Tag ganz entspannt nur das was man gerne machen will.

00:12:40: Das ist nicht das Zielbild.

00:12:43: Aber wir haben einfach keine Möglichkeit mehr aus unserer Stresswelle aufzutauchen.

00:12:49: Durchgängig, durchgängige Stress.

00:12:52: Ja ich stelle mir das gerade so vor weil meistens ist es ja schon fast zu spät.

00:12:57: Also in dem Betrag sind wir doch so reaktiv und das Buch hilft ja der Präventiv eher auch zu sein oder?

00:13:05: Das Schöne ist... alles drei.

00:13:07: Also ich habe mir das tatsächlich, deswegen ist es schön dass du präventiv heißt.

00:13:10: der Untertitel ist ja aufhören loslassen fokussieren der Weg zu weniger überlastung im arbeitsalltag.

00:13:15: und aufhörn ist eben reaktiv wirklich zu schauen.

00:13:19: was habe ich gerade?

00:13:20: wie werde ich das los?

00:13:22: Was mir nicht so viel nützt auch in Bezug auf meine Stelle, auf meine Rolle und auf meine Position.

00:13:29: Loslassen ist eben das Emotionale und das Nachhaltige daran weil nur aussortieren ohne loslassen bringt nichts.

00:13:36: Entlastung hat zwei Komponenten einmal dieses faktische Streichen und einmal wo wir jetzt gerade worüber wir schon gesprochen haben dieses Loslassen begleiten.

00:13:45: wie kann ich das gut loslassen im Team aber auch für mich selbst?

00:13:49: Und dann ist präventiv eben das Fokussieren.

00:13:51: Sich zu überlegen, okay wenn ich das nicht mache?

00:13:54: Was mache ich denn stattdessen?

00:13:56: Was ist denn das was für mich und das ist glaube auch sehr wichtig für alle arbeitenden Menschen aber auch für Mütter oder Eltern sich zu überliegen worauf setze Ich was es total wichtig für mein Arbeitsleben worauf fokussiere ich mich Wenn ich plötzlich jetzt doch ein leerer Kalender habe.

00:14:17: Was ist und Fokus für mich so der Dreiklang zwischen den Anforderungen, die man hat, den eigenen Fähigkeiten und den Ambitionen?

00:14:25: Und sich das einmal konkret anzuschauen, wo will ich denn eigentlich hin?

00:14:30: was sind aber auch Anforderung, die ich erfüllen muss Die von der Führungskraft kommen vom Stelle, vom Job?

00:14:36: und was sind Fähigkeit und Dinge, die Ich wirklich gut kann.

00:14:40: Das wird auch oft unterschätzt, das ist ja ... wird er ein bisschen belächelt bei Marie Kondo.

00:14:47: Die Frage nach der Freude ist schon total wichtig.

00:14:50: Weil was uns Freude bereitet und Energie gibt, worin wir gut sind, das bereitet uns meistens Freude.

00:14:58: Das trägt uns und das führt aber zu besseren Ergebnissen.

00:15:03: Was wir gerne machen?

00:15:06: Das wird meistens besser als das, wo wir sagen ja gut das mach ich mal schnell.

00:15:10: Ja da dürften auch die Organisationen stärker darauf eingehen auf das mit so situativ und persönlichkeitsorientiert zu schauen.

00:15:18: was macht denn den jeweiligen Freude?

00:15:21: weil es ist ja total unterschiedlich.

00:15:22: also Beispiel bei mir, für mich ist es der Horror.

00:15:26: Also kleinteilige Arbeit.

00:15:28: also ich kann auch so lange schreiben die vom Finanzamt kommen oder so Ich tue mich schwer das durchzulesen.

00:15:33: Es nervt mich schon wieder wo entgegen?

00:15:36: es gibt ja dann auch Kollegen dort im Personal hätte ich dir auch die wirklich so extrem klein teilig sind und dies macht mir Spaß das wirklich so ganz korrekt und doch zu organisieren.

00:15:46: und da glaube ich Die Arbeit geben wir noch eine riesen Chance der individuell drauf zu schauen

00:15:52: Und die Teams auch so zusammenzustellen, weil man braucht dann nicht fünf Susannes, die gerne das große Ganze im Blick behalten.

00:16:00: Sondern man braucht da eine Mischung und das sollte ja einfach nicht alle ... und das vergleiche ich auch aus der Schulzeit.

00:16:08: Wir versuchen alle auf einen Durchschnitt zu ziehen.

00:16:10: Jeder muss irgendwie alles ein bisschen können und das ist vorbei!

00:16:14: Das brauchen wir aber eben nicht.

00:16:16: Wir brauchen Expertinnen und Spezialisten und die zusammensetzen dem Team super.

00:16:22: Aber wenn man irgendwie drei Personen hat, die total gerne irgendwie Sätze umdrehen und in Kleinigkeiten rumwurscheln.

00:16:31: Aber niemand denkt irgendwie größer braucht dann auch nicht.

00:16:34: Das wird kein gutes Team.

00:16:35: Nee, das stimmt.

00:16:36: Du brauchst diese Vielfältigkeit.

00:16:39: Und wo ich gesotten noch hängen geblieben bin bei dem dritten Punkt den Fokussieren und beim Thema Elternsein.

00:16:46: Ich glaube was da ja auch noch wichtig ist, Zeitschiene nicht zu vergessen, also dass das jetzt ja für den Moment vielleicht der Fokus ist.

00:16:55: Also gerade eben bei dem Thema berufstätige Mütter, berufsträtige Väter, dass man

00:17:02: nicht

00:17:02: vergisst, dass es sehr endlich ist

00:17:05: bzw.,

00:17:06: dass es in drei Jahren vielleicht ganz anders aussieht wenn das Kind dann in der Schule ist oder wenn das Kinder ins Ausland geht oder so.

00:17:12: Aber ich meine vielleicht ist es auch wieder so wie es individuell ist.

00:17:15: aber ich habe das bei mir erlebt und schon auch im Coaching bei diesen Themen manchmal so eine Illusion der Unendlichkeit aufsitzt.

00:17:25: Das

00:17:25: hört ja

00:17:26: nie auf, weißt du?

00:17:29: Und dann kommst du ja in einen ... Dann bist du echt in so einem Opferding.

00:17:33: Mir ging's immer so, ich hatte ein Baby daheim und das hat einfach nicht geschlafen.

00:17:40: Ich konnte mir das in dem Moment ja nicht vorstellen, dass es irgendwann mal schläft.

00:17:45: Weißt du was ich meine?

00:17:47: Und das kam ja sonst so, wo ich mir redete.

00:17:49: Deswegen ist es ja so wichtig auch diese Bewusstheit zu generieren.

00:17:54: Alles hat ja ein Ende oder ich glaube aus dem Budistischen kommt das alles geht vorbei.

00:17:59: Also das ist ja so ein Salz.

00:18:00: Alles geht vorbei.

00:18:01: der hilft mir oft weil auch das Schöne geht vorbei und dieser Moment ist jetzt schon wieder vorbei.

00:18:07: also da kommen wir in einen philosophischen Bereich jetzt rein.

00:18:10: aber dieses Ende ins Bewusstsein zu bringen Ja, weißt du mit dem Buch glaube ich auch und da darfst du mich jetzt besichtigen.

00:18:20: Aber was du dir auch erreichst ist ja dieses Ende aktiv zu gestalten.

00:18:26: Wir haben viele Dinge aktiv in der Hand vielleicht mehr als man denkt?

00:18:31: Und da sich auf den eigenen Gestaltungsraum zu fokussieren ist total wichtig.

00:18:35: also sich nicht darin zu verlieren was man nicht beeinflussen kann auf der Arbeit und Zuhause sondern sich daran festzuhalten und das aktiv zu gestalten, was wirklich im eigenen Einfluss- und Kontrollbereich liegt.

00:18:50: zu den philosophischen Gedanken total richtig.

00:18:54: Es gibt auch das philosophische Konzept des Abschiedlich-Lebens und ich finde, auch abschiedlich arbeiten kann man davon ableiten und sich eben nicht davon runterziehen lassen und sagen ja gut ist eh alles egal was ich mache, dass es ja nicht das Ziel zu sagen morgen ist es eh vorbei oder das ist auch nicht für immer sondern zu sagen Ja!

00:19:13: Alles was wir machen ist endlich jede Phase geht vorbei jedes Projekt Geht vorbei, jedes Tool was wir neu implementieren sollte auch ein Ende haben.

00:19:23: Und das Ende auch mitzudenken am Anfang hilft auch.

00:19:27: also bevor man überhaupt neues Regelmeeting ins Leben ruft.

00:19:31: Neues Projekt startet sich zu überlegen Was ist das Ziel und wann haben wir das Ziel auch erreicht?

00:19:36: Woran erkennen wir?

00:19:37: dass wir sagen Wir brauchen das nicht mehr und es kann dann diese Endlichkeit Mit in ins aktive Arbeitsleben transferieren.

00:19:46: Und wir sind dann auch am Anfang, das ist der große Vorteil natürlich nicht emotional involviert.

00:19:52: Ja und so fällt es uns dann einfacher zu sagen oh schaut mal wir sind irgendwie vom Weg abgekommen ich glaube dass ist es einfach nicht mehr.

00:19:59: oder wir haben konkrete Misserfolgsfaktoren wo wir sagen unsere Erwartungen und das was wir da an Ressourcen reingeben das wiegt das nicht auf.

00:20:07: lasst es uns beenden lass uns dafür etwas anderes machen und wir werden natürlich auch besser.

00:20:11: je mehr Dinge wir beenden umso besser werden wir.

00:20:15: Also das heißt zum einen, eigener Gestaltungsraum.

00:20:19: Das Ende mitzudenken am Anfang und dann auch einfach in die Entscheidung zu kommen.

00:20:24: Das ist glaube ich sehr wichtig.

00:20:26: was passiert wenn wir das Gefühl haben Wir sind überlastet.

00:20:30: Wir kommen so eine Paralyse und sind okay.

00:20:33: es ist ja eigentlich egal wie entscheide ich mich die Option abzuwiegen?

00:20:38: Ich habe mit einem Team gearbeitet.

00:20:40: das hat mir dann erzählt Die haben einfach so regelmäßig mit einem Kooperationspartner Dinge abgestimmt.

00:20:48: Und die haben als letztes fourneinzig Namensvorschläge für ein Projekt geschickt, vierneinzig Stück und du kannst raten wie viele davon genommen wurden.

00:20:57: Oh Gott!

00:20:58: Keins null.

00:21:00: und ich sage ja nicht dass wenn man irgendwie fünf namens Vorschlägen geschickt hätte das da jemand das einer dabei wäre.

00:21:07: aber die Zeit die man investiert hätte wäre viel geringer.

00:21:10: und das heißt wir Wir haben das Gefühl, wir brauchen mehr Auswahl und mehr Abwägen und mehr Durchdenken.

00:21:18: Und mehr Vielfalt um uns besser zu entscheiden.

00:21:22: Das ist auch eine Illusion!

00:21:24: Deswegen kommen wir teilweise nicht aus diesen Gedankenschleifen raus weil wir denken, aber wer müsste noch das?

00:21:30: Das hängt damit zusammen und das müssen wir nochmal durchdenken, sonst können wir keine Entscheidung treffen.

00:21:35: Interessanterweise zeigen Studien dass unsere Zufriedenheit steigt mit jeder Entscheidung Nicht mit der richtigen oder der perfekten Entscheidung.

00:21:43: Das heißt, wenn wir anfangen Dinge zu entscheiden bewusst und dann so sagen ne jetzt für Jetzt schließe ich den Umzug aus Für Jetzt Schließe Ich Den Jobwechsel Aus Oder Jetzt Bewerbe Ich mich Aktiv Für Jobs Und Dann Nix in Zwei Monate?

00:22:00: Ja Dann Kommen Wir In Einen aktiveren Modus und Den Brauchen wir um uns aus dieser unserer Fremdbestimmtheit zu lösen.

00:22:09: Das heißt, Überlastung hängt nicht meistens daran zusammen dass wir sagen oha!

00:22:12: Wir haben nur viel zu viele Sachen und wir müssen einfach mal was ausmisten sondern Überlastungen ist so das Produkt zwischen.

00:22:20: die Anforderungen sind total hoch an mich von mir aber mein Handlungsspielraum den ich spüre ist total gering Und deswegen...das ist so..das sogenannte Hamsterrad Aber irgendwie bewirken wir nichts.

00:22:34: Und das ist eigentlich der Nährboden für Überlastung.

00:22:37: und je mehr wir unseren Handlungsraum konkret ziehen, umso besser können wir auch diesem Überlastungsgefühl

00:22:47: trotzen.".

00:22:55: Schnellere Entscheidungen sind oftmals nicht falsche Entscheidungen.

00:22:59: Also wir tun uns der ja wirklich oft schwer dieses und jenes abzuwägen, und dann merkt man ja das Thema wird auf einmal auch größer und grösser und blät sich so auf!

00:23:11: Und wir hätten da kürzlich in einem Führungsgesäfte-Training hätten wir die Möglichkeit mit den Bogenschießen zu machen.

00:23:16: Da kam mir jetzt gesagt nochmal so... ...und da wurde es auch noch mal so transparent weil du ziehst ja quasi diesen Fall nach hinten mit diesem Bogen.

00:23:25: Und aber fokussierst denn, und je länger du den hältst, desto mehr wackelst du.

00:23:31: Dann kannst du eigentlich gar nicht mehr treffen.

00:23:33: Das ist dieses Fokusieren aufziehen und dann gleich wieder loslassen.

00:23:38: Das wäre für mich noch mal so schön spürbar an der Stelle.

00:23:41: Aber ich merke auch ... Weiß ich, sind wir so ein Stück weit sozialisiert?

00:23:46: Vielleicht auch über die Schule.

00:23:47: Wer sich lange und gut vorbereitet, hört die bessere Noten, sag' ich jetzt.

00:23:53: Und das ist vielleicht auch ähnlich mit den Entscheidungen.

00:23:55: Das wird ja eine Entscheidungsträgheit entwickelt haben.

00:24:01: Ja, und erfolgt es eben nicht des lineare Produkt von harte Arbeit.

00:24:05: Das ist in unserer komplexen Arbeitswelt nicht mehr.

00:24:08: Je länger wir an etwas festhalten natürlich ... Also das ist alles unter gewissen Voraussetzungen auch richtig, dass man sich einer Sache widmet und die auch gut meistert und ausführt.

00:24:20: Aber nicht nur!

00:24:22: Das stimmt.

00:24:22: Und das heißt je länger wir festhalten beim Bogenschießen denke ich mir auch wenn man dann anfängt zu denken ohje Und wenn ich jetzt nicht treffe, was passiert denn dann?

00:24:30: Ich habe halt gar nicht mehr so viele Pfeile.

00:24:32: Was mache ... Dann wird es ja immer schwerer loszulassen weil wir springen dann an und ich sage auch nicht aber ich glaube wir Menschen oder auch wie Mütter neigen jetzt nicht dazu vor schnell Dinge zu entscheiden.

00:24:45: das heißt dass ist nicht unsere Gefahr sondern eher auf der anderen Seite dass wir das Gefühl haben Das können wir nicht entscheiden.

00:24:52: Wir müssen da nochmal drüber nachdenken oder noch mehr Meinungen hören und das macht es teilweise noch schwieriger.

00:25:01: Manchmal ist eine intuitive Entscheidung, da gibt es auch Studien zu, dass man zwei Gruppen gefragt hat, dass sie sich einen Poster aussuchen, ein Kunstposter.

00:25:12: Und der einen Gruppe hat gesagt, entscheidet einfach aus dem Bauch raus was gefällt euch?

00:25:18: Der anderen Grupper hat gesagt begründet die Entscheidung.

00:25:21: Wieso habt ihr das genommen?

00:25:23: Die Gruppe nach einigen Wochen, die intuitiv entschieden hat.

00:25:28: Die war zufriedener mit der Entscheidung?

00:25:31: Ja.

00:25:31: Glaub ich sofort!

00:25:32: Weil du ja stärker bei dir bist und da wieder ... Der Link auch weil ja auf viele Mütter zuhören.

00:25:38: Also auch bei den Eltern werden.

00:25:41: es hätte ja wie du sagst... Es hätte ja jeder eine Meinung und inzwischen gibt's ja so viele Strömungen und das gibt nicht mehr den gesellschaftlichen Konsens als Erziehung zu tun.

00:25:53: Das find ich auch so schwierig und ich hab deshalb dann auch einen Ratgeber gelesen.

00:25:57: Und dann habe ich aufgehört damit, weil mich das echt verwirrt hat dieses Beisicht zu bleiben und in dem Moment die Entscheidung zutreffen.

00:26:06: Ich seh mal die jetzt für das Familiensystem am Stimmigsten ist.

00:26:13: Wo ich nach zwölf Jahren Mama sein sag, dass es mir am besten geholfen hätte, dieses bei mir zu bleiben wobei das gar nicht einfach ist, als es vielleicht klingt.

00:26:22: aber wenn so viele Meinungen eben Dange sind.

00:26:25: Ja, wir fallen da zwei Sachen ein.

00:26:27: also zum einen basiert natürlich Intuition und Bauchgefühl auf Erfahrung.

00:26:31: deswegen fällt es dir jetzt bei drei Kindern einfacher bei dir zu bleiben.

00:26:36: ich weiß noch dass sich damals als ich meine Tochter bekommen habe die Ärztin gesagt hat ja Also, seien Sie einfach intuitiv.

00:26:46: Intuitiv, intuitiv!

00:26:47: Das hat mich verrückt gemacht.

00:26:49: Weil ich dachte mir, oh Gott wie soll ich denn?

00:26:52: Ich habe keine Basis und dann spüren sie einfach rein.

00:26:59: kann ein unter Druck setzen.

00:27:01: Trotzdem, wenn man sagt okay einen Ratgeber zwei Bücher das ist genug dass da ist man schon vollstens ausgestattet keine großen Fehler zu machen und alles andere lernt man eben im Leben im Zusammenleben.

00:27:14: weil ich weiß noch damals habe Ich hab mich immer begriffen als Person die gerne gut Entscheidungen trifft.

00:27:23: Ich war sehr verbunden oder bin sehr verbundet mit meinem Bauchgefühl.

00:27:26: und dann habe ich damals geschaut nach Wickelunterlagen, weil ich dachte okay Kinderwagen ist ein großes Thema.

00:27:32: Kinderwagen natürlich gibt es da das ganze Wissenschaften darüber verstehe ich.

00:27:36: Wicke Unterlage!

00:27:37: Ich muss mal schnell noch die Wickell unterlag bis sich da nicht plastik da das nicht.

00:27:42: Da ich dacht mir ich werde verrückt.

00:27:44: also dass bei jeder Kleinigkeit ich hab gemerkt dieses ganze thema rund um kinder hat hat für mich noch mal eine ganz neue Komplexität bekommen.

00:27:54: Und wir sind jetzt beim Thema Schulranzen, da hab ich schon daraus gelernt und dachte mir ... Ich werd nicht da jetzt nicht so ... Weil dann kann man sich wirklich verlieren!

00:28:02: Da kann man reinfallen in dieses Rabbit Hole.

00:28:06: Am Ende kommt man halt auch nicht mehr raus.

00:28:09: Am Ende kommt man nicht mit einer guten Entscheidung raus.

00:28:12: Das zeigt einem, je mehr ich weiß werden meine Entscheidungen dadurch nicht einfacher oder besser.

00:28:20: Und deswegen gibt es das Prinzip, dass man sagt, es gibt zwei, drei Kriterien und das reicht.

00:28:26: Ja,

00:28:26: dann ist eine Entscheidung auch gut genug sie zu treffen.

00:28:30: Das stimmt!

00:28:31: Ich bin vorhin da auch noch mal so rein weil ich mir dachte du bist total recht am Anfang mit der Intuition.

00:28:38: Das hat bei mir auch nicht wirklich gut funktioniert, weil ich mich selbst nicht vertraut habe.

00:28:41: also ich glaube selber die Identität noch nicht dankbar.

00:28:46: Also bei mir war es nicht so, dass ich das Kind in den Arm hätte und dann hätte ich ... Oh jetzt bin ich Mutter!

00:28:51: Also das hat bei mir wahrscheinlich, keine Ahnung, sechs, sieben Jahre gedauert bis ich wirklich mich das so innerlich auch getraut habe.

00:28:59: Das ist mir irgendwann erst aufgefallen, der sich sagt, ja jetzt fühle ich mich auch kompetent genug?

00:29:04: Und dann kannst du ja auch stärker auf deine Intuition vertrauen weil du diese Identität hast.

00:29:10: also analog auch wenn du Führungskraft wirst.

00:29:13: Es ist ja auch nicht so, dass du dann von Tag Eins Führungskraft bist.

00:29:16: Sondern du wächst ja da rein.

00:29:18: oder auch als ich im Coaching begonnen habe.

00:29:21: Wenn du diese Ausbildung hast hinterher, dann kannst du dich Coach nennen.

00:29:25: aber du bist es ja noch nicht und das ist das auch mit den Entscheidungen, dass diese Identität wachsen darf.

00:29:32: Und ich glaube was denn hilfreich ist um nochmal in das Bild zu kommen mit diesen Umzugskartons?

00:29:36: Das finde ich sehr gut wenn man in dieser Zeit sich dann des Handwerkszeugen aneignet Also, dass man sich so ein paar Tools mit an die Hand nimmt.

00:29:46: Und jetzt nehmen wir noch mal das Beispiel mit der Kinder ... wie sagt man nicht Erziehung?

00:29:51: Sondern wenn man Kinder bekommt... Mir hat es alleine geholfen, dass ich eine Hebamme hatte.

00:29:56: Wo ich wusste, die hat Ahnung und die hat mir dann mal gezeigt wie man so ein Kind wickelt was man dem kind im Sommer anzieht.

00:30:05: Ja

00:30:06: Und das war schon hilfreich genug um quasi nicht irgendwie auch in so einem wie du sagst rabbit hole zu fallen Da kannst du dich ja verkünsteln.

00:30:14: also welche windeln verbändest

00:30:16: Du ja total wenn man wenn man vorbilder hat oder wenn man menschen wo man ihn auch die Kompetenz zuschreibt und dann das Gefühl hat, ich bin eigentlich gut aufgestellt.

00:30:28: Ich muss sagen, ich kann mich immer retrospektiv eher bezahlen ... Also ne?

00:30:33: Ich war auch Führungskraft lange Jahre.

00:30:35: Ich kann jetzt sagen... Ich war Führungskraft oder ich kann sagen, dass ich Babymama war.

00:30:41: Aber es geht ja immer weiter!

00:30:42: Und vor allem beim ersten Erlebt man alles zum ersten Mal.

00:30:48: Da dürfen wir uns auch Zeit geben zu sagen Diese Identitäten eben, wir haben nicht eine Identität.

00:30:56: Sondern wir haben mehrere.

00:30:57: Wir haben mehrere Identitäten.

00:30:58: Je nach Kontext bin ich auch unterschiedlich und verhalten wir uns auch unterschiedlicher.

00:31:02: Ich habe die Identität als Mutter.

00:31:04: Aber ich hab aber die Identitet auch als Selbstständige oder als Beraterin.

00:31:09: Und da sind wir unterschiedlich.

00:31:11: Die dürfen aufwachsen und sie dürfen sich auch verändern.

00:31:14: Sie dürfen auch enden also nicht als Mutter, das Kind bekommen.

00:31:20: Und ich muss sagen, ich hab sehr damit gekämpft mit dieser Verantwortung die kommt aber auch mit dem gefühlten Ende und diesem Nacheifern dass wir... Dass sich versucht habe genau so wieder einzusteigen ins Arbeitsleben wie ohne Kind.

00:31:36: Es ist total wichtig da auch zu sagen es endet etwas und es wird nie wieder so sein.

00:31:40: meine Prioritäten werden nie wieder So sein wie vor dem kind.

00:31:44: Ich werde nie wieder Entscheidungen treffen und arbeiten wie mit Kind.

00:31:50: Und damit meine ich nicht, dass meine Tochter mich behindert irgendwie Vollzeit einzusteigen sondern es verändert sich einfach etwas.

00:31:58: Auch die Arbeitsidentität der Mutter verändert sich.

00:32:02: Es entsteht eine Neue!

00:32:03: Ja ja und da wirklich auch... wenn du das so aussprichst dann fühlt sich das für mich so bitter sweet irgendwie an.

00:32:12: also da auch hinzufühlen und zu sagen So wird's halt nicht mehr.

00:32:17: Also, das bin ich nicht mehr!

00:32:18: Ich bin nicht mehr die kinderlose Berufstätige, die ihren Tag selbst organisiert, die morgen vielleicht auch ein Jobangebot in ... keine Ahnung, einen Lastraum annehmen kann oder so.

00:32:30: Sondern es ist es nicht mehr und das auch dann wirklich mit großer Dankbarkeit

00:32:37: loszulassen.".

00:32:38: Das ist wichtig genau als Anzuerkennen?

00:32:40: Was ist das

00:32:41: Erste?".

00:32:42: Und dann aber auch zu sagen, was hat man vielleicht damals geschätzt?

00:32:47: Was war total toll.

00:32:49: Wofür ist man dankbar?

00:32:51: und das Lernen auszuhalten?

00:32:53: Das hilft uns mehr als wenn wir etwas nacheifern, was einfach nicht mehr so sein kann.

00:32:59: ein Kind geboren wird, dann kommt nicht einfach irgendwas dazu auf den Umzugskartung.

00:33:04: Sondern es endet auch etwas und das anzuerkennen ist eigentlich ein tolles Bild um das auf die Projekte und Aufgaben im Arbeitsleben zu übertragen.

00:33:13: Es ist vollkommen in Ordnung wenn Dinge neu dazukommen müssen andere Dinge enten oder enden sie ja auch.

00:33:18: aber wenn wir das versuchen zu verschleiern und das wird ja oft auch im Arbeits Leben gemacht dass wir sagen oder dass das das Management sagt Wir machen das, weil es ist eine große Chance und wir sind dankbar.

00:33:31: Und wir gehen nach vorne und schauen nur nach vorne.

00:33:33: aber mit jeder großen Veränderung endet etwas für andere um das nicht anzuerkennen und das nicht einmal zu verbalisieren tut einfach niemandem gut und macht dann auch die Arbeit, die man da investiert hat, macht sie auch klein.

00:33:49: Das ist eigentlich schöner zu sagen ich war so produktiv und erfolgreich ohne Kind.

00:33:56: Und das heißt nicht, dass ich selbst nicht bin aber das hebt eher so die Vergangenheit auch auf ein kleines Podest und sagt jetzt kannst du da stehen und es ist toll was du erreicht hast vor den kind und jetzt beginnt eine neue zeit.

00:34:08: ja das stimmt das stimmt es ist so irgendwie next level.

00:34:12: also ich bin ja null computer spielerin Also gar nicht.

00:34:17: Ich habe das noch aus meiner Kindheit im Kopf, ich hoffe es ist keine Werbung dieses Super Mario wo du so durch unterschiedliche Level ja durchläufst und ich weiß jetzt nicht wie das inzwischen ist aber das ist ja auch so.

00:34:28: also desto dann eine nächste Stufe erstreichst wenn du das eine durchlaufen lässt.

00:34:32: und eigentlich will er auch diese Spielfigur nicht zurück in Level eins wenn sie jetzt in Level zwei ist sondern man arbeitet sich ja weiter vor Und in dem Modus hat man das ja klar, dass man immer gewinnt und vielleicht auch als andere Figur dann mal auftaucht.

00:34:49: Und ich glaube genau das ist es also so Lebensabschnitte denn wirklich abzuschließen.

00:34:54: Und gleichzeitig glaube ich bei Super Mario hast du ja das Gefühl du siehst der auf welchem Level du bist.

00:35:00: Du fängst ja nicht jedes Mal wieder bei null an!

00:35:03: Es ist ja nicht ein Level geschafft.

00:35:04: Null, jetzt geht es neu los!

00:35:06: Sondern du siehst irgendwann mal welchen Fortschritt hast Du gemacht?

00:35:09: Und wenn wir enden nicht im Arbeitsleben so begegnen und Sie auch so wertschätzen und sichtbar machen dann haben wir immer das Gefühl, wir fangen irgendwie wieder neu an und haben eigentlich nichts dabei.

00:35:22: Das stimmt genau.

00:35:26: Der trägt mich gerade der Gedanke.

00:35:28: also den nehme ich mit... Ich bin jetzt schon Ich muss jetzt mit dir schon die Schlussfrage machen, bei dem ich auch noch so umtreibe, bevor die nur untergeht und zwangere.

00:35:40: Wenn du so dein jüngeres Ich ... Das darfst du dir aussuchen!

00:35:43: Also einfach ein jungeres Ich von dir oder vielleicht auch deinen Mama-Ich.

00:35:48: also als du ganz neu Mama weißt.

00:35:50: Gibt's so den einen Tipp, den du deinem Jüngeren Ich da geben würdest?

00:35:56: Das ist eine schöne Frage, ich muss einmal überlegen.

00:35:59: Und ich glaube, es ist schon wichtig zu schauen.

00:36:01: Ob ich Jüngeres Ich mache oder ob ich Mama Ich mache und Mama Ich ist wahrscheinlich näher an unserer aller Herzen... Ja, ich glaub' ich würde wirklich sagen Es geht vorbei!

00:36:12: Es geht vorbei und zwar nicht dieses.

00:36:16: Du musst uns jetzt genießen weil diese Babyphase die geht vorbei Sondern bei mir war das wirklich.. Ich bin keine... Keine Baby-Mama.

00:36:25: Es geht Vorbei und es wird wieder richtig toll.

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